Suchttherapie in Wien mit klarem Blick auf das, was dahinterliegt
Sucht ist oft mehr als Konsum. Oder mehr als ein Verhalten, das außer Kontrolle gerät. Häufig geht es auch um innere Spannung, Scham, Einsamkeit, Leere, Angst, ADHS, Trauma oder um die Frage, wie jemand überhaupt noch ohne das Suchtmittel mit sich selbst sein soll. In der Therapie geht es deshalb nicht nur um Verzicht. Es geht um Verstehen, Klärung und Veränderung.
- Psychotherapie bei Alkohol, Cannabis, Medikamenten und Verhaltenssüchten
- Für Erwachsene und junge Erwachsene
- Ruhiger Rahmen in Privatpraxis im 9. Bezirk in Wien
Wichtig: Viele suchen Hilfe zu spät, weil sie meinen, es sei noch nicht schlimm genug. Das ist oft ein Denkfehler. Therapie muss nicht erst dort beginnen, wo alles zerbrochen ist. Sie kann auch dort beginnen, wo Sie merken, dass etwas enger, unfrei oder zunehmend doppelt geworden ist.
Wann Suchttherapie sinnvoll sein kann
Nicht jede problematische Entwicklung sieht sofort dramatisch aus. Gerade bei Sucht sind die frühen Phasen oft von Ambivalenz geprägt. Nach außen funktioniert vieles noch. Innerlich entsteht aber bereits ein Muster aus Verlangen, Verheimlichen, Kontrollverlust und Rechtfertigung.
Therapie kann sinnvoll sein, wenn Sie merken, dass Sie nicht mehr frei entscheiden, sondern zunehmend reagieren, ausweichen oder kompensieren.
Typische Anzeichen
- Sie konsumieren oder wiederholen ein Verhalten häufiger als beabsichtigt.
- Es gibt Craving, innere Unruhe oder starken Zug zum Mittel oder Verhalten.
- Sie verheimlichen, bagatellisieren oder verhandeln ständig mit sich selbst.
- Beziehungen, Arbeit oder Konzentration beginnen zu leiden.
- Aufhörversuche scheitern wiederholt oder halten nur kurz.
- Ohne Konsum oder Verhalten entstehen Leere, Gereiztheit, Angst oder Spannungszustände.
Wobei ich arbeite
Substanzbezogene Süchte
Etwa Alkohol, Cannabis, Medikamente oder andere Substanzen, wenn der Konsum nicht mehr frei gesteuert werden kann und zunehmend regulierende Funktion übernimmt.
Verhaltenssüchte
Etwa Gaming, Social Media, Pornografie, Glücksspiel, Kaufen oder Arbeit, wenn Verhalten zur zentralen Form der Spannungsregulation und Vermeidung wird.
Komorbide und zugrunde liegende Themen
Etwa ADHS, Angst, Depression, Trauma, Scham, Einsamkeit, Beziehungsprobleme oder eine tiefer liegende existentielle Leere und Sinnproblematik.
Mein therapeutischer Zugang
Ich arbeite psychotherapeutisch mit einem klaren Blick auf die Dynamik der Sucht und auf die Funktion, die sie im Leben eines Menschen übernommen hat. Die Frage ist nicht nur, wie jemand aufhört. Die Frage ist auch, was der Konsum oder das Verhalten psychisch geleistet hat und was an seine Stelle treten muss, damit Veränderung tragfähig wird.
Meine Grundlage ist die Logotherapie und Existenzanalyse nach Viktor Frankl. Das heißt nicht, dass nur über Sinn gesprochen wird. Es heißt, dass der Mensch nicht auf Symptom, Diagnose oder Defizit reduziert wird. Gerade in der Suchttherapie ist das wichtig.
Im Mittelpunkt stehen unter anderem
- präzises Verstehen von Auslösern, Mustern und Rückfalldynamiken
- Arbeit an Scham, Selbstentwertung und innerer Spaltung
- Stärkung von Selbststeuerung und realistischen Handlungsspielräumen
- Aufbau von Alternativen zu Konsum und compulsivem Verhalten
- Frage nach Richtung, Beziehung, Verantwortung und Sinn
Warum eine Privatpraxis für manche sinnvoll ist
Gerade bei Sucht, Schamthemen oder verdeckten Verhaltenssüchten suchen viele einen ruhigen, diskreten und klar strukturierten Rahmen. Eine Privatpraxis kann hier passend sein, wenn Sie sich eine konzentrierte therapeutische Arbeit ohne institutionellen Charakter wünschen.
Im Erstgespräch geht es nicht um Druck. Es geht um diagnostische Einordnung, Zielklärung und die Frage, ob die Zusammenarbeit für Ihr Anliegen sinnvoll ist.
Was Sie hier nicht finden
- keine moralische Belehrung
- keine bloße Motivationsrhetorik
- keine Reduktion auf Abstinenzparolen
- keine vorschnelle Etikettierung ohne genaues Verstehen
Wie die Therapie ablaufen kann
Der Verlauf hängt von Ihrer Situation ab. Manche kommen mit klarer Abstinenzmotivation. Andere zunächst mit Unsicherheit, Rückfällen oder dem Gefühl, dass etwas entgleitet, ohne dass sie es schon genau benennen können.
1. Erste Einordnung
Wir klären, worum es konkret geht, wie stark der Leidensdruck ist und was das Ziel der Gespräche sein könnte.
2. Dynamik verstehen
Wir schauen auf Auslöser, Funktion, Ambivalenz, Rückfallmuster, Lebenskontext und begleitende psychische Themen.
3. Veränderung entwickeln
Es geht um konkrete Schritte, neue Formen der Spannungsregulation, mehr Selbststeuerung und tragfähige Alternativen.
4. Stabilisierung
Ziel ist nicht nur weniger Konsum, sondern mehr Freiheit, mehr Klarheit und ein belastbareres Leben ohne ständige Ausweichbewegung.
Auch für Angehörige
Sucht betrifft fast nie nur eine Person. Partner, Eltern und andere nahe Menschen geraten oft in Kontrolle, Sorge, Erschöpfung oder Ohnmacht. Eigene Gespräche können helfen, die Dynamik besser zu verstehen und eine klarere Haltung zu entwickeln.
Besonders relevant, wenn zusätzlich vorliegt
- ADHS oder starke Impulsivität
- Angstzustände oder depressive Phasen
- Scham, sozialer Rückzug oder Doppelleben
- traumatische Erfahrungen
- Gefühl von Leere oder Sinnverlust
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Häufige Fragen
Muss ich schon sicher sein, dass ich aufhören will?
Nein. Gerade bei Sucht ist Ambivalenz normal. Therapie kann auch dann sinnvoll beginnen, wenn ein Teil von Ihnen Veränderung will und ein anderer noch daran festhält.
Geht es in der Therapie nur um Abstinenz?
Abstinenz kann ein Ziel sein. Aber therapeutisch reicht es oft nicht, nur etwas wegzunehmen. Entscheidend ist, die Funktion der Sucht zu verstehen und echte Alternativen aufzubauen.
Was ist, wenn ich bereits Rückfälle hatte?
Rückfälle sind ernst zu nehmen, aber sie machen Therapie nicht sinnlos. Wichtig ist, sie nicht nur als Versagen zu sehen, sondern als Information über Muster, Belastung und unzureichend abgesicherte Veränderung.
Kann hinter der Sucht noch etwas anderes stehen?
Ja. Häufig spielen ADHS, Angst, Depression, Trauma, Einsamkeit, Beziehungsprobleme oder eine tiefer liegende Sinnkrise mit hinein. Genau deshalb greift eine rein oberflächliche Betrachtung oft zu kurz.
Ist ein Erstgespräch auch sinnvoll, wenn ich noch unsicher bin?
Ja. Gerade Unsicherheit ist ein sinnvoller Anlass für ein Erstgespräch. Ziel ist zuerst Klarheit, nicht sofort eine perfekte Entscheidung.
Ein Erstgespräch kann helfen, die Situation klarer zu sehen
Wenn Sie merken, dass Konsum oder Verhalten Ihr Leben zunehmend verengt, kann ein erster Termin helfen, das Ausmaß besser einzuordnen und nächste Schritte zu klären. Nicht dramatisch. Aber präzise.
Privatpraxis in Wien · ruhiger Rahmen · klare fachliche Ausrichtung
Bild von Валентин Симеонов




