Psychotherapie bei ADHS in Wien
Psychotherapie bei ADHS in Wien
ADHS zeigt sich oft nicht nur in Unaufmerksamkeit. Häufig geht es auch um Impulsivität, innere Unruhe, emotionale Übersteuerung, Reizoffenheit, Aufschieben, Scham, Selbstwertprobleme oder wiederkehrende Konflikte in Familie, Schule, Studium und Beruf.
Psychotherapie richtet sich dabei nicht gegen ADHS als solches. Sie richtet sich auf den Leidensdruck, auf belastende Begleiterscheinungen und auf die Frage, wie ein Mensch mit seinen Voraussetzungen besser leben kann.
ADHS ist meist komplexer, als viele denken
Ein präziserer Blick auf die Belastung
Viele Betroffene erleben früh, sie seien faul, schwierig, unkonzentriert oder zu empfindlich. Diese Sicht ist oft zu grob. Hinter ADHS stehen häufig Probleme in der Reizverarbeitung, der Selbstorganisation, der Emotionsregulation und der Handlungssteuerung.
Dazu kommt etwas, das oft übersehen wird: Nicht nur die Symptome belasten. Auch die ständigen negativen Rückmeldungen belasten. Mit der Zeit entstehen Scham, Selbstzweifel und das Gefühl, nicht richtig zu sein.
Gerade deshalb braucht ADHS keine rein defizitorientierte Sicht. Es braucht eine präzise und menschliche Sicht.
Typische Belastungen
- starke Gefühlsausbrüche oder geringe Frustrationstoleranz
- innere Unruhe und Gedankenspringen
- Aufschieben, Chaos und Zeitprobleme
- Konflikte zwischen Eltern und Kind
- Schwierigkeiten in Schule, Studium oder Beruf
- Scham, Erschöpfung und Selbstwertprobleme
ADHS bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
Kinder
Bei Kindern stehen oft Wut, Regelkonflikte, Reizüberflutung, Schulstress oder familiäre Eskalationen im Vordergrund. Hier geht es darum, Verhalten besser zu verstehen und neue Wege im Umgang mit Belastung aufzubauen.
Jugendliche
In der Jugend kommen oft Leistungsdruck, Scham, Medienprobleme, Konflikte mit Autoritäten, soziale Unsicherheit oder Rückzug dazu. Hier braucht es eine Begleitung, die klar ist, aber nicht moralisierend.
Erwachsene
Im Erwachsenenalter zeigen sich häufig Aufschieben, Desorganisation, Überforderung, Erschöpfung, Beziehungsprobleme oder ein schwankender Selbstwert. Oft geht es auch um die Frage, wie man mit sich selbst weniger feindlich umgeht.
Woran in der Therapie gearbeitet werden kann
Emotionale Übersteuerung
- Wut und schnelle Eskalation besser verstehen
- Frühsignale erkennen
- Frustrationstoleranz stärken
- Selbstberuhigung einüben
Selbstorganisation und Alltag
- Aufschieben besser einordnen
- realistische Strukturhilfen entwickeln
- Übergänge und Zeitdruck entschärfen
- Überforderung reduzieren
Familie, Schule und Beruf
- wiederkehrende Konflikte entschlüsseln
- Kommunikation entlasten
- Erwartungen realistischer machen
- Kooperation statt Dauerkampf fördern
Selbstwert und Identität
- Scham und negatives Selbstbild bearbeiten
- eigene Muster biografisch einordnen
- Stärken differenziert wahrnehmen
- ein realistischeres Selbstbild entwickeln
Der Ansatz
Der Mensch ist mehr als seine Diagnose
Psychotherapie bei ADHS heißt nicht, Persönlichkeit zu glätten. Der Punkt ist nicht, einen Menschen normal zu machen. Der Punkt ist, innere und äußere Bedingungen so zu verbessern, dass Leben, Lernen, Beziehung und Arbeit besser gelingen.
In meiner Arbeit verbinde ich psychotherapeutische Präzision mit einer sinnorientierten Haltung. Das heißt: Der Mensch ist mehr als seine Symptomatik. Gerade bei ADHS ist diese Haltung wichtig. Sonst wird Therapie schnell zu einer verdeckten Form der Dressur.
Mehr über die MethodeEin Mensch mit ADHS ist nicht einfach ein Problem, das reguliert werden muss. Er ist eine Person, die verstanden, gestärkt und in ihrer Würde ernst genommen werden sollte.Sinnorientierte therapeutische Perspektive
Psychotherapie kann sinnvoll sein, wenn Sie
- unter Impulsivität, Chaos oder ständiger Überforderung leiden
- immer wieder an denselben Konflikten scheitern
- sich rasch schuldig, beschämt oder unzulänglich fühlen
- als Eltern Entlastung und Orientierung suchen
- die eigene Biografie besser verstehen möchten
Elternberatung und Diagnostik
Elternberatung kann ein wichtiger Teil sein
Wenn ein Kind betroffen ist, reicht es oft nicht, nur auf das Kind zu schauen. Häufig ist das ganze System belastet. Eltern sind erschöpft, verunsichert oder im Dauerkonflikt. Dann hilft es wenig, bloß mehr Disziplin zu fordern.
Sinnvoller ist es, gemeinsam zu verstehen, was Eskalationen auslöst, welche Reizketten im Alltag entstehen und wie Entlastung möglich wird. Elternberatung ist dabei keine Schuldzuweisung, sondern Orientierung.
Wichtiger Hinweis zur Diagnostik
Psychotherapie ist nicht dasselbe wie Diagnostik. Wenn noch nicht geklärt ist, ob tatsächlich ADHS vorliegt, kann eine fachärztliche oder klinisch-psychologische Abklärung sinnvoll sein.
Das gilt besonders dann, wenn auch andere Faktoren eine Rolle spielen könnten, etwa Angst, Depression, Autismus-Spektrum, Schlafprobleme oder Traumafolgen. Eine seriöse psychotherapeutische Arbeit sollte diese Differenzierung ernst nehmen.
Häufige Fragen
Ist „Psychotherapie bei ADHS“ sprachlich genauer als „ADHS-Therapie“?
Hilft Psychotherapie auch ohne gesicherte Diagnose?
Werden Eltern einbezogen?
Kann Psychotherapie bei ADHS heilen?
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